Warum Hornhaut kalte Füße verursacht

Jeder Mensch hat schon einmal in seinem Leben richtig kalte Füsse gehabt und weiss, wie unangenehm das sein kann. Die Kälte scheint von den Füssen auf den ganzen Körper auszustrahlen. Selbst wenn man einen wirklich warmen Daunenanorak trägt, gilt die Faustregel: Ist den Füssen kalt, ist dem ganzen Menschen kalt. Was aber, wenn das Paar dicker Wollsocken im Winter keine echte Abhilfe schafft und das durchdringende Kältegefühl vor allem abends gar nicht mehr nachlassen möchte? Wer mit kalten Füssen im Bett liegt, weiss ein Lied davon zu singen, dass sich damit sobald kein erholsamer Schlaf finden lässt.

Neben den offensichtlichen Ursachen wie Kälte und Nässe können ständig kalte Füsse ebenso Symptome nicht immer harmloser Erkrankungen oder Störungen sein. Ein chronisch niedriger Blutdruck oder Gefässschäden, wie diese im Zuge einer Arteriosklerose zutage treten, könnten sich dahinter verbergen. Ebenso gut könnte die Durchblutung gestört sein. Da die Nerven für den Blutfluss verantwortlich sind, könnte eine Nervenschädigung beispielsweise im Zuge einer Diabetes-Erkrankung vorliegen. Allerdings ist eine derartige Symptomatik stets von einer weiteren Auffälligkeit wie einem Taubheitsgefühl, Schmerzen oder einer Blaufärbung begleitet. Hormonelle Störungen mit Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System oder allgemein den Stoffwechsel wie eine Schilddrüsenunterfunktion könnten die Ursache sein. Auch die Psyche, Depressionen, Ess- und Schlafstörungen oder Stress können die Ursache für kalte Füsse sein, wie auch eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente dafür verantwortlich sein kann.

Tatsache ist, dass Menschen, die ständig an unterkühlten Füssen leiden, zuerst einmal ganz bewusst diesen ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden müssen. Gerade in den späten Herbst- und Wintermonaten werden unsere Füsse im Vergleich zur Sommersaison, wo sie eben auch im leichten Schuhwerk vorzeigbar sein sollen, nur allzu oft vernachlässigt. Wenn sich das Wetter dauerhaft auf Winter umstellt, endet paradoxerweise die Zeit der intensiven Pflege, obwohl sie dann mindestens ebenso wichtig wäre. Stattdessen werden auch die Füsse eingewintert, also luftdicht in Socken verpackt und tagsüber in schweres Schuhwerk gesteckt. Sollte unser winterliches Schuhwerk auch noch schlecht passen, setzt sich ein Teufelskreis in Gang: Es kommt zu Fehlstellungen der Füsse, die ihrerseits die Hornhautproduktion anregen. Auch und gerade im Winter sollte daher die Wahl immer auf bequeme, atmungsaktive Schuhe fallen, mit denen man auch lange gehen oder stehen kann.

Fusspflege ist jedoch in allen vier Jahreszeiten, also immer wichtig, da eine funktionierende Durchblutung unserer Füsse der Schlüssel zu deren Gesundheit ist. Nun wird aber gerade das Frieren in den Füssen immer wieder mit Durchblutungsstörungen in Zusammenhang gebracht. Nicht umsonst heisst es, frisch gepflegte Füsse spüren mehr. Nicht gepflegte Füsse hingegen trocknen aus und die nicht regelmässig an ihnen abgetragene Hornhaut verdickt.

Mangelnde Durchblutung geht zumeist mit der Bildung von Hornhaut an den Füssen einher. Hier schliesst sich der Teufelskreis und es ist im Grunde unerheblich, wie es zur verstärkten Hornhautbildung kam. Entscheidend ist das Wissen, dass sie uns über den Umweg der Durchblutungsstörung die abendlichen kalten Füsse beschert. Es ist das Gebot der Stunde, die Füsse sorgfältig intensiv pflegend von aller überschüssigen Hornhaut sanft zu befreien. Zur Durchblutungsförderung können im Anschluss ätherische Öle Verwendung finden wie Kiefer, Lavendel, Rosmarin, Thymian oder Minze.

 

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