Keime, nützliche helfer, oder ungesunde schädlingen

Keime, oder auch Viren, Bakterien oder Pilze, sind kleine Mikroorganismen, die mit dem blossen Augen meist nicht zu erkennen sind. Sie leben auf unserer Haut, auf unseren Schleimhäuten und im Darm und werden durch Tröpfchen, wie zum Beispiel durch husten oder niesen oder Körperkontakt übertragen.

Die Frage, ob Keime an und in unserem Körper gesund oder schädlich sind, lässt sich nicht so einfach beantworten.

Zum einen bilden sie einen wichtigen Bestandteil, ohne den die Funktionen unseres Körpers nicht arbeiten. Ein Beispiel dafür ist die Darmflora, die aus vielen unterschiedlichen Bakterien und Pilzen besteht. Wäre die Ansiedelung dieser Keime nicht vorhanden, würde der Verdauungsprozess nicht funktionieren. Überwiegt eine Keimart, beispielsweise die Pilze, verändert sich die Beschaffenheit und es kann ebenfalls zu einer Funktionsstörung sowie Begleiterkrankungen kommen.

Auch für viele Lebensmittel ist die Vegetation von Keimen unerlässlich. Die Wein- oder Bierherstellung wäre ohne entsprechende Bakterien nicht möglich.

Auf der anderen Seite können Viren negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. So wird beispielsweise eine Grippe durch die Übertragung von Keimen in Form von Viren ausgelöst. Da das menschliche Auge die kleinen Mikroorganismen nicht erfassen kann, erfährt man frühestens durch die ersten Symptome von einer Infektion.

Die Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch der ersten Symptome nennt sich Inkubationszeit. Die Dauer richtet sich danach, welches Bakterium gerade am Werk ist und beträgt in den meisten Fällen einige Tage. Bedingt wird sie durch die Geschwindigkeit der Keimverbreitung im Körper.

Besonders Personen mit einem schwachen Immunsystem sind durch bakterielle Infektionen besonders gefährdet, da der Körper viel Kraft benötigt, um dagegen anzukämpfen. In diese Risikogruppe fallen besonders alte oder kranke Menschen sowie Säuglinge.

Ist man einmal infiziert, ist die gängigste Methode zur Bekämpfung Antibiotika. Problematisch ist nur, dass der Körper auf Dauer eine Resistenz entwickelt, sodass das Medikament bei zu häufiger Anwendung an Wirkungskraft verliert. Daher gilt, dass diese Methode nur dann angewendet werden soll, falls andere Lösungen ausgeschlossen sind. Die Naturmedizin bietet körperverträglichere Alternativen.

Am besten ist es natürlich, sich im Vorfeld vor der Infektion durch Vieren zu schützen. Wer das Anfassen von Treppengeländern und Griffen in Bus und Bahn vermeidet, vermindert sein Risiko erheblich. Ganz grundsätzlich ist eine gute Handhygiene, zum Beispiel durch ordentliches Waschen und Desinfizieren, eine wichtige Voraussetzung zum effektiven Schutz. Dazu gehört auch die Entfernung von Hornhaut an den Händen und Füssen, da die dicke undurchlässige Haut an einen geeigneten Nährboden für Keime aller Art bildet. Wird sie entfernt, bevor sie durch Keime befallen werden kann, schützt man sich nachhaltig vor dem Ausbruch einer Erkrankung.

Hornhaut an den Händen und Füssen entsteht dann, wenn sich abgestorbene Hautzellen ansammeln, die nicht – wie bei gesunder Haut – auf natürliche Art abgesondert werden können. Ist die Hornhaut verfärbt, ist das ein Anzeichen für einen bereits bestehenden Keimbefall, sodass auch desinfizieren keine Hilfe mehr ist. Die Entfernung der Hornhaut ist dann einzige Mittel, um weitere negative Auswirkungen zu vermeiden.

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