Ursachen und Behandlung vom Fersensporn Der Fuss - einer der wichtigsten Körperteile des Menschen

Es sind unsere Füsse, die uns durchs Leben tragen. Sie sorgen für unser Gleichgewicht, unsere Bodenständigkeit, die verhindert, dass wir uns „versteigen“, vom Pfad abkommen und ins Wanken geraten.

Als Symbol für Stabilität, Sicherheit und Fortbewegung spielt der Fuss und was mit ihm zusammenhängt, in unserer Alltagssprache keine unerhebliche Rolle. Wer davon spricht, den Boden unter den Füssen zu verlieren, erbittet Unterstützung. Wer auf zu grossem Fuss lebt nimmt Anleihen auf die Zukunft. Wer seinen Standpunkt gut vertreten kann, wird hier seinen grossen Auftritt haben. Letztendlich muss jeder für seine Fehltritte einstehen, doch wenn wir das tun, hat rasch wieder alles Hand und Fuss und läuft wie am Schnürchen.

Der Fuss ist ein architektonisches Meisterwerk der Natur

Unsere Füsse leisten mitunter Schwerarbeit und dennoch kommt ihnen nicht entsprechende Aufmerksamkeit und notwendige Pflege zu. Im Laufe der Evolution hat sich der Fuss des Menschen zu einem architektonischen Meisterwerk der Natur entwickelt.

Kein noch so begabter Baumeister würde ernsthaft wagen, ein so mächtiges Gebäude wie den menschlichen Körper auf so kleinen Standflächen wie den Füssen zu errichten. Doch trotzdem diese Standflächen im Vergleich zur ihnen überantworteten Last so winzig sind, befindet sich hier mit 26 Fussknochen rund ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers. Sie bestehen aus sieben Fusswurzel- und fünf Mittelfussknochen und werden ergänzt von vierzehn Zehenknochen. Verbunden sind diese Fussknochen durch 33 Gelenke, ihre Stabilisierung und Beweglichkeit ermöglichen 114 Bänder und über zweihundert Sehnen.

Dieses komplexe, hoch funktionelle Kunstwerk wird aber nur teilweise von jener Fussmuskulatur bewegt, die sich auch direkt am Fuss befindet. Diese „intrinsische Muskulatur“, also die am Fuss befindlichen Zehenmuskeln, befindet sich am Fussrücken, an der Fusssohle und am Gross- oder den Kleinzehenballen. Die Bewegung der über die Gelenke miteinander verbundenen Fussknochen erfolgt mit massgeblicher Unterstützung der „extrinsischen Muskulatur“, jenen Muskeln also, die sich am Unterschenkel und somit ausserhalb des Fusses befindet.

Eine sehr wichtige Funktion erfüllt in diesem Zusammenhang die Achillessehne, die den dreiköpfigen Wadenmuskel mit dem Fersenbein verbindet. Sie ist die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers, misst etwa fünfzehn bis zwanzig Zentimeter Länge und sorgt für die Beugefähigkeit des Fusses. Ohne Achillessehne wäre jede natürliche Fortbewegungsart des Menschen auf zwei Beinen unmöglich.

Der Fuss hat Aufmerksamkeit und Pflege verdient

Der Fuss ist einer der wichtigsten Körperteile des Menschen. Gemäss dem Kinderlied „Zeigt her Eure Füsse, zeigt her Eure Schuh!“ sollten wir dem Fuss daher entsprechende Aufmerksamkeit und Pflege zukommen lassen. Ruft man sich in Erinnerung, dass sich am gesamten Fuss und nicht, wie oft fälschlicherweise behauptet, nur an den Fusssohlen hochempfindliche Fussreflexzonen befinden, wird deutlich, dass jede Missachtung schwerwiegende Folgen auf den ganzen Körper haben kann.

Zu enges, minderwertiges, falsches, unpassendes Schuhwerk steht hier am Anfang einer langen Liste möglicher Auslöser, die die Funktionstüchtigkeit unserer Füsse massiv einschränken könnten. Hat der Fuss nicht ausreichend Platz für das freie Spiel seiner Fussmuskulatur, das für jede Form der uneingeschränkten Fortbewegung auf zwei Beinen nötig ist, kommt es früher oder später zu unangenehmen Druckstellen oder Schmerzen. Werden sie ignoriert entwickeln sich Fehlstellungen, deren spätere Korrektur sich als wesentlich aufwändiger und kostspieliger herausstellen kann, als die rechtzeitige Beschaffung passenden Schuhwerkes je hätte sein können.

Übergewicht führt zur Überbelastung des Fusses

Ein besonderer Risikofaktor für die volle Funktionsfähigkeit des Fusses ist Übergewicht. Da dieses in der Mehrheit der Fälle auf einen mangelhaften Lebensstil – also eine Kombination aus zu üppiger, falscher Ernährung und Bewegungsmangel – zurückzuführen ist, hat das Problem schmerzender Füsse in diesem Zusammenhang komplexere Ursachen. Langjähriges Übergewicht oder gar echte Fettleibigkeit kann zu einer Diabeteserkrankung führen, die ihrerseits das diabetische Fusssyndrom hervorruft.

Die ständige Überbelastung des Fusses spiegelt sich im Laufe der Jahre in Gelenksverschleiss, Arthrose und schmerzhaften Fehlstellungen. Doch wer abnehmen möchte, muss erst einmal in Bewegung kommen, möglichst viel zu Fuss gehen und seinen Tagesablauf aktiv auf seinen beiden Beinen gestalten. Wie unschwer einzusehen ist, ist bei massivem Übergewicht ein ganzes Bündel an Massnahmen notwendig, um seine Füsse nachhaltig zu entlasten. Das richtige Schuhwerk und gewisses Training zur Stärkung der Fuss- und Zehenmuskeln um die Belastbarkeit der Füsse zu verbessern ist hier unverzichtbar.

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